Füssener Modellbaublätter                                  7/09   

 

Thema:                   Modellbahnanlagen

                    Die Versuchsanlage Zell“                          

 

 

Nach Bhf. Barthmühle (Auhagen® - Neuheit 2009) geht nun die Diskussion im Ortsteil Zell ähnlich wie in Füssen weiter: der neue Bahnhof.  Oder besser den alten aufmöbeln? Wir haben es recht einfach: wir bauen erstmal den neuen auf. Was mal in Diskussion war, der Vorschlag Neschwitz, wurde zum Büro- und Wohnhaus für die BW - Mitarbeiter umfunktioniert, der stillgelegte Bhf. Barthmühle wird als Vereinsheim genutzt und Neukloster ist im großen BW als Lokleitung integriert.  Die Planung Moorbach ist in Arbeit:

 

 

                          wirkt schon etwas repräsentativer:                                          

  gebaut wird in Nenngröße TT, Auhagen® - Bausatz 13 321                                                                                                                                  Katalogbild

 

Geht recht schnell, ist ja aus dem Raumzellen - Programm. Eine Überraschung ist die Toilette für Kleinwüchsige. Aber ich hab meine große Bastelkiste und darin findet sich was Passendes: das Gartenhaus 99 051. Das Häuschen passt besser auf den Bahnsteig. Da ist noch was: wenn man aus der Bahnhofshalle kommt, steht man, wenn's dumm kommt, gleich im Regen, denn da ist nämlich kein Dach über dem Ausgang. An der Straßenseite auch nicht!  Die alte Schmiede mit Baumarkt in Steinheim hat ausgeholfen: sie hatte Vordächer und Halter auf Lager. Die Lampen über den Türen dauern noch ein bisschen, denn sie sollen richtig leuchten.

In Zell gibt es noch was Feines: man kann die Abreise auf die lange Bank schieben. Böse Zungen behaupten, die Bank sei wegen der Pünktlichkeit der Bahn.

 

                                         

                                                        Das Gartenhaus 99 051 wurde umgebaut, denn ohne Bahnhofswirtschaft geht es nicht.

 

                             Der Steinheimer Museumszug rollt an:            

 

                                                                                 

 

Die Anlage Zell hat nun schon 5 Bahnhöfe gesehen, manches Haus in die Asservatenkiste verbannt und Anlass zu zahlreichen Umbauten gegeben, auch bei der Bahn. Allerdings musste hier auch manche Idee als „Voll daneben“ entsorgt werden. Was dem Bahnhof Moorbach, oder dem TT - Programm von Auhagen®, wirklich fehlt, ist ein angemessener Güterschuppen wie der 293 031 von Faller®. Der gehört an die Stelle vom Imbiss. Der von Neschwitz passt jedenfalls nicht dazu.

 

                                       Auf welchen Zug warten die denn da ?  Hm, war ja eigentlich klar:

                                               die Schlossbrauerei Kaltenberg liefert König Ludwig Dunkel.              

 

                   

 

Immer mehr wird deutlich, dass die tatsächlichen Größenordnungen optisch passen müssen, erstaunlich, wie gut sich die H0 - Bahn in diesem Rahmen mit der H0 / TT - Mischbebauung versteht. Auf dieser Anlage, übersichtlich und für Kinder zum Anfassen, lässt sich problemlos neues Modellbahnzubehör aufbauen, variieren und zuordnen. Hier können alle technischen Versuche einfach durchgeführt werden, egal ob elektrischer oder mechanischer Art. Selbst der abartige Industrieradius steht zur Verfügung um Kupplungsumbauten zu testen. Was hier reibungslos funktioniert ist reif für  Nachbauanleitungen. Hier wird auch die Anwendung von Digitalkomponenten spielend erlernt und Unverträglichkeiten werden schnell erkannt. Neben dem Programmiergleis gibt es auch ein digital / analog  Erkennungstest - Gleis.

 

Der Gleisplan:                                                                  auf 140 x 90 cm

 

Die kleine Anlage zeigt aber auch unverblümt, welche Dimensionen eine ernsthafte Modelleisenbahnanlage haben muss damit sie nicht unglaubwürdig erscheint. Hier einen ICE laufen lassen zu wollen, ich bitte Sie...

 

Das BW Zell                                            

 

Anmerkung: Die Anbauten von Neschwitz sehen farblich aus als wären sie von Kibri®, abscheulich grün. Deshalb steht da ein alter Anbau.

 

                          ein Gklm (G20)  - Unikat       

                                                                                                                                                                                                   siehe Zugschlusslaternen

                                                                                      

 

                                                                                                                  

Die Bahnhofswirtschaft.

Basis ist Gartenhütte 99 051. Da der alte Kiosk als Solcher an anderer Stelle nicht weg zu denken ist, musste ich die Bahnhofswirtschaft neu aufbauen. An sich kein Kraftakt, aber die große Eingangstreppe beim Originalbausatz störte mich, besser gesagt, sie könnte, wenn richtig was los ist, ein Handicap werden. Also eine neue Grundplatte zurecht schneiden, denn die Bahnsteigecke soll ja variabel bleiben, es darf nichts aufgeklebt werden, sonst ... , Güterschuppen usw. Mit einem Stück Dekorplatte Naturstein (# 52 227) wie bei der großen Haltestelle war das erledigt. Das Loch für die Beleuchtung aussägen (fräsen), dieses sollte genau so groß wie das Kiosk - Innenmaß sein, das gibt mehr Positionierfreiheit, Verfugen nicht vergessen, die „Draußenmöbel“ gibt es unter der # 41 607 und eine Markise oder ein Sonnenschirm sollte auch nicht fehlen. Bhf. Moorbach noch mal anders.

 

                                                       

 

Den Sonnenschirm muss man mit (gebrauchter, = schmutziger) Universalverdünnung übersprühen, damit die beiden vorher aufgebrachten Grundfarben (weiß und zitronengelb) den verschossenen Zustand annehmen. Den Schirm hatte ich aus der Bastelkiste.

Wie weit die Originalfarbe der Gartenhütte zur Umgebungsbebauung passt muss jeder selbst entscheiden, man kann sie ja rechtzeitig ändern, z.B. in ein dunkleres Creme oder RAL 1001 (beige) der Bahn mit etwas Braun abgetönt. Sieht dann aus wie Kiefernbretter. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, dass man ohne Airbrush® - Ausrüstung kaum auskommt. Es gibt sie schon ab ca. € 10,- im I-Net ohne Verbrauchsmaterial (Treibgas). Für Vielbastler lohnt sich der Kompressor.

 

                                                                Die Gartenhütte im Originalfarbton:                                   

 

 

Der Tante Emma - Laden - Ersatz.

Jedes Dorf braucht eigentlich den Dorfkrämer oder Tante Emma - Laden. So was ist ergiebiger als jede Zeitung. Ich hab den Laden etwas größer gewählt: der kleine Landkauf 12 238  von Auhagen® erschien angemessen. Problemlos zu bauen, hat nur eine Tücke: wenn man fertig ist, sieht man dass die Zwischenwände der Wohnhausvariante 12 236 (das ist das Basisteil) im Schaufenster deftige Schatten werfen. Überzeugt nicht gerade. Die Übeltäter wieder raus schneiden ging nur, weil ich die Lichtsockel - Öffnungen in den Bodenplatten vorher drastisch vergrößert hatte (gibt mehr Bewegungsfreiheit für die Lampensockelposition). Sonst hätte man auch dort mit der Trennscheibe ansetzen müssen.

 

                                                          

 

Hier fehlt für Schlafmützen wie mich der rechtzeitige Hinweis in der Bauanleitung. Logische Folge: die Lichtabdeckmaske ist nun auch zu klein. Also mit schwarzer Plakatfarbe innen die Wände nachpinseln und ein Stück Maske im Bereich der Schaufensterdecke ergänzen!

Nicht vergessen: die Fliesenfugen einfärben, die Rampe und das weiße Original - Geländer gefällt mir auch nicht so recht, ständig schmutzig ... Nun hab ich das Geländer schwarz gestrichen.

 

 

Ein Wandlampen - Selbstbauversuch als Bahnsteigbeleuchtung.

Wegen des neuen Vordaches am Empfangsgebäude musste die Bahnhofsuhr ein wenig rutschen, das Loch in der Wand wird nun von einem kleinem Verteilerkasten (SMD - Widerstand) verdeckt. Und nun: die Lampen über den Eingängen kann man aus den Mikrolampen bauen: Auhagen®  58 793.

  

                                  

 

Nach dem Einlöten in die Lötöse den Glaskörper mit Permafix – Kleber  von Auhagen® fixieren. Oben und unten je 2x  und jeweils gut trocknen lassen. Oben sollte sich eine Haube bilden. Dann müssen die Anschlussdrähte isoliert werden: lackieren, am Besten mit Kunstharzfarbe.  Anschließend bündeln. Alles was nicht leuchten darf einfach mit handelsüblicher Modellbaufarbe schwarz pinseln.

 

                            

 

Das Ergebnis ist ne alte Laterne die, na ja, eben früher so leuchtete.  Eine Petroleumlampe wäre auch nicht sehr viel schlimmer. Wie zu erwarten liegt die Farbtemperatur bei nur 3.200° K (gemessen). Aber dafür passt sie in die Zeit. Der Strom sollte unter 30 mA liegen, ggf. mit Vorwiderstand begrenzen, z.B. am Digitalstrom mit 100 Ω ¼ W. Ansonsten mit der Stadtversorgung an 15V = ohne Rv.  Das verlängert die Lebensdauer der Glühbirne. So, nun muss ich wohl mehr von den Dingern bauen. Es soll ja auch fertige Wandleuchten geben, aber ...

 

                                                      

Hinweis:    Die Kabelkanäle FVK - 10 / FVK - 20                                        von Tehalit® haben sich perfekt bewährt!

 

Als Betriebsanzeige sind folgende Funktionen bei anliegender Netzspannung unabhängig vom tatsächlichen Bahnbetrieb aktiv: Ampelanlage (Verkehrsampel) sowie die Steuerung für den Bahnübergang. Ausgelöst wird die Warnblinkanlage durch leitende Achsen im Bereich des Bahnübergangs. Die Warnblinkanlage hat eine Ausschaltverzögerung von ca. 1,5 sec., damit werden Kontaktierungslücken, wie bei langen Wagen, überbrückt. Sensor sind die im 3 - Leitersystem vorhandenen isolierten Schienen (Märklin® K-Gleis), wie auch beim S 88 - Rückmeldesystem. Somit wird auch ein einzelner, liegen gebliebener, Waggon als „Gleis besetzt“ erkannt.

Die integrierten Weichenlaternen der alten Märklin® - Weichen 2161 müssen modifiziert werden: Speisung ablöten und dann separat aus dem Digitalstrom mit Vorwiderstand, da die Laternenmasse fix auf Digitalstrom liegt, wie bei Wagen und älteren Loks. Die Littfinski® - Decoder arbeiten mit Fremdspeisung, so können auch die Weichenlaternen tagsüber abgeschaltet werden.

 

                                                           

 

 

                           ©  Wolfram Stephan                          Neuigkeiten                                          bisher erschienen                    Startseite