Füssener Modellbaublätter                                                                                                   Stand: 06/09   

 

Thema:                   Zugschlussbeleuchtung / Lichttechnik

                               Teil 3   -   Schlusslichter Triebfahrzeuge / Stromführende Kupplung

 

Vorab einige Anmerkungen. Zugspitzenbeleuchtungen sind dazu da, dass man den Zug als Zug erkennt. Ein Zug (oder eine Lokomotive) hat keine "Scheinwerfer", obwohl es bei einigen Loks "Fernlicht" gibt, sie würden ihm oder ihr beim etwas längeren Bremsweg auch nicht helfen. Es ist und bleibt ein Erkennungszeichen, wie auch das Schlusslicht. Verhindern kann für den Lokführer diese Beleuchtung im Ernstfall nichts. Meist aber kann der, der die Lampen erkennt, sich noch rechtzeitig oder knapp in Sicherheit bringen. Die Schlusslichter haben nur Kontrollfunktion: sie signalisieren, dass der Zug noch vollständig ist (Zg3).Eine Lok-Leerfahrt verliert keinen Zug, deshalb das vereinfachte Schlusslicht Zg5.

Für eine vollständige vorbildgerechte Lichtschaltung fehlt an allen Decodern ein zusätzliches, fahrtrichtungsabhängiges Lichtausgänge - Paar. Insgesamt werden dafür 6 Ausgänge benötigt. Damit haben nicht die MoBa - Hersteller den schwarzen Peter, sondern die Decoderhersteller haben geschlafen, denn die Loks kann man entsprechend mechanisch bearbeiten. Hinzu kommt, dass kein Decoderausgang gegen Speisespannung aus der Schiene kurzschlussfest ist. Sei zu aufwändig, behauptet einer. Ist aber nur ne Frage an welcher Stelle ich im Kurzschlussfall regelnd eingreife.

Ich beschränke mich auf das Lichtproblem bei Diesel- und Elektroloks. Für Dampfloks gibt es in der Regel keinen Wendezugbetrieb, bestenfalls den Nachschubbetrieb und Rangierloks sind ebenfalls ein Sonderfall, wenn sie auf Strecke gehen sollen. Man muss einfach Kompromisse akzeptieren. Hand aufs Herz: wer lässt schon Lok - Leerfahrten auf seiner Anlage zur Regel werden? Und noch ne Frage: wer kann auf seiner Anlage groß rangieren ohne den (regulären) Fahrplanbetrieb nachhaltig zu stören? Da hat auch der Rechnerbetrieb Probleme mit den Fahrstraßen.

Welche Lampen wann eingeschaltet sein dürfen regelt die ESO 1959 vom EBA.  Kurz gefasst gilt für die Lok:

 

Lok an der Spitze des Zuges: Spitzenlicht und KEIN Schlusslicht. Lok schiebt (Wendezug): Regelschlusslicht und KEIN Spitzenlicht.

Doppeltraktion: Vorspannlok: Spitzenlicht, KEIN Schlusslicht, Zuglok: gar KEIN Licht.  Leerfahrt: Spitzenlicht und Schlusslicht rechts.

Nachschub gekuppelt: Schublok: Regelschlusslicht, KEIN Spitzenlicht. Nachschub ungekuppelt: Schublok: Schusslicht rechts und Spitzenlicht!

Regelschlusslicht = Schlusslicht rechts und links, wie z.B. letzter Schnellzugwagen.

Triebzüge:  zu beleuchten ist die definitive Zugspitze und das definitive Zugende. Bei gekuppelten Einheiten darf zwischen den Einheiten KEIN Licht brennen, z.B. 2x ICE 3 oder 2x  628 / 928.

 

 

 

Nun zum Thema Umbau:

 

a)   Loks mit Doppelleuchten

Hier ist die Umrüstung recht einfach, da es nur rein mechanische Hürden gibt, d.h.die LED's ordentlich und sicher mit getrennten Lichtleitern unterbringen.

 

Eine E10 238 von Märklin®    Artikel-Nr. 3039. Betagt. Gilt natürlich auch für die  E40 210  (3040) und Nachfolger.

Sie hatte noch angemalte Rückleuchten in den Doppelleuchten. So was nervt, aber es ist Platz für Flattop - LED's, wenn man die ein wenig asymmetrisch feilt. Am Kathodenanschluss, da ist Platz.  Man braucht den Typ L 13 HD, gibt es bei Conrad® und natürlich Anderen. Dann muss man säuberlich zentriert die roten Farblöcher aufbohren, Ø 1,9 mm und auf Ø 2 H7 aufreiben. Nun sitzen die LEDs gut in der Doppellampe. Vorher natürlich sicherheitshalber die Original - Lichtleiter (E-Nr.: 216060) ausbauen. Vorsicht, die Dinger können brechen. Der schrägen Lichtleiterführung ein wenig anpassen, also etwas drehen und außen bündig innen mit etwas Hin & Weg - Kleber fixieren. Wer keinen Kreuztisch an der Bohrmaschine hat, tut sich beim Aufbohren  schwer. Siehe Beitrag Kurzgekuppelt. Nach dem Aushärten des Klebers müssen die LEDs schwarz abgedeckt werden, sonst scheint das Spitzenlicht mal so rüber. Vorwiderstand pro Seite nicht vergessen, 3K3 und Diode! bei Analog ab Feldanschluss) oder bei Digital dann 16 kΩ, und dann ist die alte Lok recht ordentlich. Das mit den 16 kΩ ist von der Helligkeit schon heftig genug, die Dioden ziehen dann 1,5 mA. Im Analogbetrieb (konventioneller Umschalter) sollte man die Dioden immer in Reihe schalten, damit es nicht zu viel Gegenstrom in den Feldspulen gibt. Beim Widerstand sind ¼ W ausreichend. Und mehr als 5 mA wirkt unnatürlich für Schlusslichter. Auf jeden Fall eine Schutzdiode 1N4148 o.ä. einbauen. Hinweis: die Flattops sollten um ca. 0,5 mm im Lampengehäuse nach innen versetzt bleiben, keinesfalls aber herausragen!

 

                                            

                                                                                                                                                                             Regelschlusslicht nur bei Wendezug-Betrieb!

                                                                         

                                     eine restaurierte E41 - Variante                                                                           die E40 209 hat hier eine ungetarnte stromführende Kupplung!

 

Hinweis: die Ersatzteillisten von Märklin® sind leider nicht so wie man es sich wünscht. Märklin® hat nur die letzte produzierte Lok im I-Net. Wenn man nachhakt, gibt es auch die von 1960! Gilt auch für die E41 , Artikel-Nr. 3034/3037 u. ä. Varianten.

 

 

 

Der Umbau der 151 043 - 7 auf Schlusslicht  (Märklin® 3057)  oder deren Varianten. Kein leichtes Spiel.

 

Viel Fräsarbeit für die neuen Lichtkammern! Sie kriegt Flattops L-13HD. Die "Stielaugen" passen exakt bündig ins Gehäuse.

1. Zentrierbohrpunkte in den dummerweise konvexen Attrappen setzen. Mir hat mal wieder mein Zahntechniklabor Eikmeier perfekt  mit Lupenbrille und Kugelfräser geholfen. Dann durch- und aufbohren, Reiben auf Ø 2,0 H7. Das vermeidet immer noch das Einkleben der Flattops. Man kann sie einfach eindrücken.

2. Motordrehgestell ausbauen, Späne töten das Getriebe. Abdecken ist ein sinnloser Versuch. Gilt natürlich auch für andere Loks, an denen gebohrt oder gefräst wird. Rahmen im Drehgestellbereich exakt ausfüttern, sonst gibt es Ärger beim Einspannen in den Maschinenschraubstock, der Rahmen bricht anderenfalls.

3. Angemessene Vorwiderstände für die Flattops wählen. Bei 16 kΩ entsteht wieder der Eindruck die Glühbirne sehen zu können. Strom pro LED = 1,5 mA. LED's wie nun schon gewohnt an allen Seiten gegen Streulicht schwärzen. Wer analog fährt, muss 2 Konstantstromquellen mit Schutzdioden einbauen und die LED's in Reihe schalten. Platz bietet die große Lok genug. Bitte beachten: der Vorwiderstand hängt auch vom Dimmfaktor ab!

4. Die Flattops können an der Kathodenseite auf das Maß der Lichtleiter abgeschliffen werden, somit spart man Fräsarbeiten. Dann liegt aber der Kathodenanschluss blank, also Isolierfolien in den Rahmen einkleben.

 

                                             

                                                                           nur bei Wendezug-Betrieb oder als gekuppelte Schublok!

Die Fräsarbeiten haben wegen der Materialeigenheiten 2 Fräser gekostet, wobei man sagen muss, dass der preiswerte Aldi® - Fräser standhafter war als z.B. so genannte Markenprodukte von Kleinmaschinen - Herstellern. Aber unter uns gesagt, solch einen Umbau möchte ich keinem ungeübten Modellbauer zumuten. Wer in die Lok hinein schaut, weiß was ich meine. Ist auch eine Ausrüstungsfrage in der heimischen Werkstatt. Trotzdem, siehe Bild, und sie fährt zuverlässig im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten, alles ohne Blitz und Donner.

Man trifft immer wieder Leute, die meinen, dass möglichst helles Licht an und in Fahrzeugen nötig sei. Gehen Sie mal wieder Abends auf einen Bahnhof, die Züge lehren Sie Anderes.

 

 

Ein 628.2 / 928.2 wird aufgerüstet.  (Roco® 43949)

Wechselstromvarianten leiden ein Schattendasein was den Lichtwechsel betrifft. Hab nun nach längerer Zeit nahe der Ostsee die Leiterplatten der Gleichstromversion aufgetrieben, mit doppelten Lampenhaltern für den Lichtwechsel. Die roten Birnchen sind etwas nach hinten versetzt, damit es keine Verwirrung mit der weißen Stirnbeleuchtung gibt. Die Glühbirnen sind zwar ausgestorben, es gibt aber z.B. von der Fa. Fleischmann®  aus dem N-Spur-Bereich Ersatz. Diese Birnchen sind auch in einigen Umbauwagen.

Nach einem Jahr kamen endlich die neuen Lampenhalter - Lp's. Der Austausch ist eigentlich kein Problem. Ein Problem ist nur, dass das rote Licht kräftig zur oberen Lampe abfärbt. Sieht komisch aus.

 

                                                         

                                                                                                                                   der ärgerliche Serienzustand

 

 Abhilfe schaffen 3 mm Schrumpfschlauch (sw) auf die rote Glühbirne, damit sie nur nach vorne leuchten kann. Dass beide Schlusslichter nicht gleich hell sind, nun, daran muss man sich gewöhnen. Ist ne Frage der Geometrie der Lichtleiter. Mittlerweile gibt es sehr gute Alternativen: Duo - LED's in wws / rt der Baugröße 0604, siehe Schienenbusumbau.

 

 

Die BR111 von Märklin®    Artikel-Nr. 3042, ab 2.Serie (Chassis mit Lichtwechsel).

Diese Lok hat die gleiche Krankheit, ein ungeschickter Lichtkörper sorgt für ähnlichen Ärger. Die obere Lampe leuchtet ganz prima. Nur halt auch rot. Man sollte doch nicht versuchen die Gesetze der Optik auszutricksen. Abhilfe bringt partielles Abkleben des Lichtkörpers, siehe Bild.

CV 50 vom Decoder wurde auf 48 gesetzt, damit das Spitzenlicht hell genug bleibt. Zusätzlich habe ich auf den Trennsteg am Chassis etwas Tesa® - moll® aufgeklebt, das verstärkt die Kammerwirkung. Eigentlich in beiden Fällen kein Aushängeschild, aber man kriegt die Schlusslichter auf ein akzeptables Niveau.

 

                                                                                            

                            Abklebestellen am LK    

 

 

 

V 100 2215 (Märklin® 3072) und baugleiche Artgenossen

Bislang hatte ich gedacht, eine 151 ist eine recht harte Nuss beim Umbau. Die V 100 überbietet alles. Dieser Umbau geht ans Eingemachte. Es beginnt beim Ausbau des vorderen Lichtkörpers, er überlebt es nicht, und weiter mit Aufbohren des Gehäuses, die seitlichen Wände sind dünn, der Fräser nimmt schon ca. 4/10 von der Wand weg. Sehr vorsichtig mit einem Kugelfräser Platz für die Lichtleiter und die SMD - LED's schaffen. Es geht nur mit der Baugröße 0603 und das muss auch noch am weißen Lichtkörper vorbei kommen. Die roten Lichtleiter: von Flattops die "Stiele" abzwicken und plan drehen, dann die SMD - LED's pingeligst zentriert mit Sekundenkleber auf die Stiele aufkleben. Ich weiß, das Anlöten der Drähte (Ø 0,1mm) ist ein Problemchen für die Augen. Lampengehäuse an der Lok (Einfassungen) farblich ausbessern. Nach dem Anlöten der Drähte die LED nochmals kleben, (UHU® Endfest 300)! Nun kann man die neuen Schusslichter mit Anschlussdrähten von innen einsetzen und ausrichten, mit Hin & Weg - Kleber von Noch® fixieren. An den Seitenwänden des Gehäuses ist beidseitig genug Platz für Lötstützpunkt, Schutzdiode und Vorwiderstand 4k7. LED's in Reihe schalten. Aufpassen, die Lok hat 2 verschiedene Lichtkörper. Diese MÜSSEN etwas frei geschliffen werden, sonst gibt es Platzprobleme mit den roten Lichtleitern. Die Schleifstellen sorgsam polieren, damit es keine Verdunklungen gibt.

Die Lichtkörper haben an den Enden kleine Klemmnasen, die sollten abgeschliffen werden, es erleichtert den Ein- und Ausbau!

Den Kleber gut (2 Tage) aushärten lassen, sonst fällt die LED wieder ab, der Sekundenkleber ist nur zum Heften gut. Als Drahtspender diente ein defekter Fahrtrichtungsschalter und ein paar Tupfer schwarzer Farbe verhindern ein "Rücklicht" ins Innere der Lok.

 

                                                               

 

                    Lichtleiter Ø 2 mit LED 0603                                             die wohl einzigste digitale 3072 mit richtigen Schlusslichtern

 

Bei dieser Gelegenheit hat die Lok auch gleich NEM - Schächte und KK bekommen, ein problemloser Austausch (neues Teil = 286400). Damit kann man alle gängigen Kupplungsköpfe verwenden und Bremsschläuche kann man nun auch ansetzen oder einen originalgetreuen Zughaken einstecken.

 

BR 216 (Märklin® 3075) und Varianten

Die Loks haben zwar Doppelleuchten, aber hier wird die Unterbringung der LED's noch schwieriger. Der Lichtkörper der Spitzenbeleuchtung ragt voll in den Schlusslichterbereich hinein. Es gibt 2 Lösungen: einmal wie bei der V 100 mit SMD - LED's und kurzem Lichtleiter oder eine Sonderform der Mini - LED's mit  seitlich ausgeführten Anschlüssen, z.B. Conrad  # 156350-62. Dazu ist das Lampengehäuse stufenartig aufzubohren. Am Lichtaustritt Ø 2,0 und dann Ø 2,5. So kann die kleine LED versenkt eingebaut werden. Die Anschlüsse können wieder mit Spulendraht Ø 0,1 hergestellt werden. Da die LED's ein klares Gehäuse haben, sollte man es rot einfärben. Das sieht dann so aus:

 

                                                 

                                                          Achtung: die 216 025-7 hatte keine Wendezugsteuerung!

 

Die notwendigen Vorwiderstände und Schutzdioden finden im Dachraum genügend Platz. Meine interne Norm für die Funktionsausgänge: f0 für die Spitzenbeleuchtung fahrtrichtungsabhängig und dann die Schlusslichter über f1 = Führerstand 2 und f2 = Führerstand 1. Damit kann im Wendzugbetrieb vorschriftsmäßige Beleuchtung eingeschaltet werden. Entsprechend ist in den Zügen die Beleuchtung geregelt: f1für die Innenbeleuchtung und f0 = Schlusslicht / Wendezug - Spitzenlicht.

 

 

 

b)   Loks mit Kombileuchten

Nicht nur die rein mechanische Unterbringung ist zu lösen, es kommt aus optischen Gründen und daraus resultierenden Lichtkörperformen nun zu Plazierungsproblemen. Die weiße Originalbeleuchtung muss unangetastet bleiben. Manche Loks sind recht einfach nachzurüsten, andere gar nicht. Die roten LED's werden an den Standardlichtkörper angesetzt.

 

E 41 024 (Märklin® 3034 und 3037; Bj. 1960)

 

Die E 41 024 hat recht geschickt geformte Lichtkörper, man kann an den beiden unteren Lichteintrittsflächen je eine LED 15-21 SURC/S anbringen. Ausnahmsweise werden beide über Rv = 27 ... 39 kΩ (kein Tippfehler!) parallel geschaltet. Damit ist auch diese Lok wieder für ihren klassischen Wendezugeinsatz fit. Im Bild der Versuchsaufbau an der noch grünen Lok. Entscheidend für den Betrachtungseindruck ist, dass man sich auf Augenhöhe mit der Lok begibt und dass die LED's ordentlich positioniert werden. Dann beeinträchtigen sie das normale Spitzenlicht nicht. Vorwiderstände und Schutzdiode werden wie gehabt an der Gehäusedecke mit Scotch-mount® angeklebt. Die beiden LED's ziehen ca. 0,6 mA. Wichtig ist, dass weder obere Lampe noch Führerstand rotes Streulicht abbekommt. Vorsicht, die Lichtkörper sind sehr sensibel!

 

                          

                                                                                                                                                          

Die Lok im Bild wurde u.a. mit neuen Front- und Seitenscheiben 279400 sowie Drehgestellrahmen 344870 für NEM-Schacht ausgerüstet. Die Umlackierung auf vorbildgetreues RAL 5011 (stahlblau) steht bevor. Anmerkung: RAL 5013 (kobaltblau) kam erst ab 1960 zum Einsatz, die Lok wurde aber im Juni 1957 an die DB ausgeliefert.

Im Laufe der Zeit wurde die Lok jedoch von der DB erheblich umgebaut: zusätzlicher Ölkühler, neue Lüfterlamellen und Doppellampen. Siehe Original. Wer ein ursprüngliches, blaues Modell mit Kombilampen hat, sollte es pflegen.

Mehr Hinweise zu den Lackierarbeiten und zur Baureihe E41 / 141 finden sich im Beitrag  Eigenbauten Teil 3, Lokvarianten.

 

                                                        Modifizierte Dampfloks findet man hier:                                

 

Da gibt es dann noch so einige Fahrzeuge von Roco® zum Aufrüsten. Wie den VT 11.5 , er hat 12 V -Birnchen und kein Hitzeschild darüber im Dach. Sollte man vorsehen, auch wenn gedimmt wird. Nun hat er SMD-LED's jeweils für Front und Heck. Gab ja in der Wechselstromausführung keinen Lichtwechsel ws/rt. Auch hier wieder: Vorwiderstand für die Schlusslichter 22 - 27 kOhm. Sieht fein aus. Aber war nicht einfach, die LED's in das gemeinsame Gehäuse zu zwängen. Auch hier wird wieder deutlich, die Vorwiderstände sind in der Dimensionierung immer vom eingesetzten LED - Typ abhängig. Meistens gleitet man zunächst in den zu hellen Strombereich hinein.

 

                                                                          

 

 

Loks mit stromführenden, leitenden Kupplungen  (z.B. Märklin® BR E10 / E40 / E41 usw.)

 

Die Loks der genannten Baureihen können, sofern sie mit dem Drehgestellrahmen 344 870 (NEM - Schacht) ausgerüstet sind, problemlos mit leitenden Kupplungen für die Zugbeleuchtung ausgestattet werden. Die Stromspeisung erfolgt über Entkopplungsdioden z.B. BAT 48 (Conrad® - Nr.: 153095 - 62, 40V / 350 mA) aus der Stirnlampenversorgung, ist somit bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrt eingeschaltet, sofern die Spitzenbeleuchtung der Lok eingeschaltet ist. Damit entfällt der Schleifer im Zug. Der Diodentyp richtet sich nach den im gekuppelten Zug vorhandenen Verbrauchern, der Decoder gibt max. 600 mA ab. Wie leitende Kupplungsköpfe herzustellen sind, erfahren Sie im Beitrag Waggonbeleuchtungen / Leitende Kupplungen. In der Lok wird nur ein einfacher Lötstützpunkt an den Drehgestellen benötigt, damit die Kupplungsköpfe einfach austauschbar sind. Dies gilt alles nur bei Verwendung der Roco® - KK - Köpfe. Die Anoden gehen gemeinsam an den Lötstützpunkt und die Kathoden an die Ausgänge des Decoders, hier beim 76200 an die gelbe und graue Leitung bzw. den entsprechenden Lampensockel. Vom Lötstützpunkt aus führt ein Stückchen sehr flexible Litze an die leitenden KK - Köpfe im NEM - Schacht. Der Draht wird (unverzinnt!) dort einfach mit eingeklemmt.

 

                                      und am DG festkleben:              

 

 

                                      

                                                                                      Standardschaltung (Lok nur Zugmaschine ohne aktive Schlusslichter)

 

WARNUNG!   Bei Kurzschlüssen zwischen stromführender Kupplung und Gleis wird gem. Hinweis der Fa. Uhlenbrock® der (die) Decoder zerstört! Die Zerstörungsgefahr des Decoders lässt sich nur mit per Relais geschalteten Gleisstrom an die Kupplung vermeiden, dann ist aber die Dimmfunktion dahin. Bei Verwendung der Märklin® - Kupplung ist wegen der möglichen Kurzschlussgefahr mit auf Masse liegenden Gegenkupplungen die Speisung der stromführenden Kupplungen aus dem Decoder zu unterlassen.

Bei Güterzügen entfällt der Schlusswagen, Waggon n ist dann der Schlusswagen (Laternen statt Innenbeleuchtung) ohne leitende Endkupplung. Die Entkopplungsdioden sind nötig, damit es nicht zur Zerstörung der Decoder kommt, wenn so eine Lok auf einen ebenfalls mit Decoder ausgerüsteten Zug gekuppelt wird. Damit wird auch ein Einschalten der Lokbeleuchtung durch den Zugdecoder vermieden.

 

                                     

                                                                 Die sichtbaren Teile des Kupplungskopfes sollte man schwarz färben.

 

Da die Loks unsinniger Weise unsymmetrisch im Kupplungsabstand sind, am Führerstand 1 ergibt sich ein wesentlich größerer Pufferabstand, erscheint eine leitende Kupplung lediglich am Motordrehgestell als notwendig. Das gleiche Leiden hat auch die E41 und die V 200! Diese Fehler gibt es recht verbissen seit 40 Jahren! Vgl. Beitrag  Man kommt sich näher .. .Dabei hätte man nur den Aufnahmepunkt für den vorderen Drehzapfen um 2 mm versetzen müssen.

Zum Thema Beleuchtung und Verdrahtung siehe auch BR E41/141 (Wendezüge). Die stromführenden Kupplungen lassen nun auch im 3-Leiter-System ordentliche und einfache Güterzug - Schlusslichter zu.

 

 

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